Co-Intelligence
Alle Folgen / EP_034

Prompt-Tricks sind tot: Was jetzt funktioniert

Erschienen 12. November 2025
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// KI-Zusammenfassung

Die Folge beleuchtet die Entwicklung des Promptings von komplexen Tricks hin zu einer Fokussierung auf klare Ziele und relevanten Kontext. Der Hype um den "Prompt Engineer" als eigenständige Position ist vorbei, da effektives Prompting zu einer grundlegenden Fähigkeit für jeden KI-Nutzer wird. Zuhörer lernen, wie sie durch präzise Kommunikation bessere Ergebnisse von KI-Modellen erhalten.

Kapitel

  1. 01
    0:00

    Intro

  2. 02
    2:14

    KI im Arbeitsalltag – spannende Beobachtungen

  3. 03
    4:33

    Eigene Erfahrungen und Aha-Momente mit KI

  4. 04
    6:44

    Methodenwahl: Welche Prompt-Technik für welchen Use Case?

  5. 05
    8:26

    Studien und Erkenntnisse zu KI-Nutzung

  6. 06
    10:50

    Was einen guten Prompt ausmacht

  7. 07
    12:42

    Frage-Antwort-Spiel als Denkwerkzeug mit KI

  8. 08
    14:47

    Warum das Thema so spannend und vielschichtig ist

  9. 09
    16:51

    Inspiration und persönliche Reports mit KI

  10. 10
    19:08

    Klare Ziele formulieren: So versteht die KI dich besser

  11. 11
    21:22

    Iteratives Arbeiten: Zurückgehen, verfeinern, verbessern

  12. 12
    23:18

    Schreibstil & Tonfall: KI an deinen Style anpassen

  13. 13
    25:26

    Letzte Beispiele & Outro

Shownotes

Was hat sich beim Prompting seit 2023 geändert? In Episode 34 von Co-Intelligence erklären Benjamin Wüstenhagen und Moritz Heininger, warum alte "Tricks" heute kaum noch relevant sind.

Das Thema: Prompting ist kein Hacking mehr, sondern klares Micro-Briefing. Statt magischer Formeln geht es heute darum, KI wie ein neues Teammitglied zu behandeln: mit klaren Zielen, wichtigen Fakten und guten Beispielen. Die Hosts diskutieren, wie Instruction Tuning und riesige Context Windows die Art, wie wir delegieren, verändert haben – und warum die Rolle des "Prompt Engineers" an Bedeutung verliert. ---

TIMESTAMPS

  1. 0:00 Intro
  2. 2:14 KI im Arbeitsalltag – spannende Beobachtungen
  3. 4:33 Eigene Erfahrungen und Aha-Momente mit KI
  4. 6:44 Methodenwahl: Welche Prompt-Technik für welchen Use Case?
  5. 8:26 Studien und Erkenntnisse zu KI-Nutzung
  6. 10:50 Was einen guten Prompt ausmacht
  7. 12:42 Frage-Antwort-Spiel als Denkwerkzeug mit KI
  8. 14:47 Warum das Thema so spannend und vielschichtig ist
  9. 16:51 Inspiration und persönliche Reports mit KI
  10. 19:08 Klare Ziele formulieren: So versteht die KI dich besser
  11. 21:22 Iteratives Arbeiten: Zurückgehen, verfeinern, verbessern
  12. 23:18 Schreibstil & Tonfall: KI an deinen Style anpassen
  13. 25:26 Letzte Beispiele & Outro

LINKS & QUELLEN

Erkenntnisse

  • 5:28

    Die Rolle des Prompt Engineers als eigenständige Position ist überholt, da effektives Prompting zu einer grundlegenden Fähigkeit für jeden Nutzer wird.

  • 1:44

    Virtuelles Trinkgeld oder "Bestechen" von KI-Modellen verbessert deren Output nicht; stattdessen ist klarer Kontext entscheidend für bessere Ergebnisse.

  • 2:29

    Über 70% der Prompts bei OpenAI sind privater Natur, was einen Trend zur persönlichen Nutzung von KI-Modellen anstelle rein geschäftlicher Anwendungen zeigt.

  • 3:30

    Alte Custom Instructions oder "Hacks" für ChatGPT, wie das Anweisen zu Top-Performance, sind nicht mehr wirksam, da die Modelle intelligenter geworden sind.

  • 16:42

    Die zwei wichtigsten Elemente für effektives Prompting sind das klare Definieren des Ziels und das Bereitstellen von relevantem Kontext für die KI.

Zitate

  • „Der neue 300.000 € Job Prompt Engineer!"

  • „Denn die Qualität der Antworten hängt halt am Ende vom Prompt ab."

  • „Eine Sache bleibt konstant, nämlich die vier Worte shit in, shit out."

  • „Das Wichtigste ist, glaube ich, ist ist Ziel und Kontext. Das sind so die allerwichtigsten Themen."

  • „KI ist extrem gut darin den Stil zu verstehen und zu imitieren."

Zahlen

  • 300.000 €

    Es gab eine Zeit, in der der Job des Prompt Engineers mit einem Gehalt von 300.000 Euro beworben wurde.

    0:01

  • über 70%

    Im Juni 2025 waren über 70% aller Prompts bei OpenAI privater Natur.

    2:29

  • mehrere 10 000 Wörter

    Systemprompts können mehrere 10.000 Wörter lang sein und stecken voller Informationen, die das Modellverhalten definieren.

    8:33

  • 90%

    Die in dieser Folge vermittelten Grundlagen des Promptings ermöglichen es den meisten Zuhörern, zu 90% der gewünschten Ergebnisse zu kommen.

    26:02

Häufige Fragen

Warum sind alte Prompt-Tricks und Frameworks nicht mehr relevant?

Alte Prompt-Tricks und Frameworks sind nicht mehr so relevant, weil die KI-Modelle mittlerweile viel schlauer geworden sind. Sie können komplexe Anweisungen wie 'Chain of Thought' selbstständig anwenden und verstehen den Kontext besser. Dadurch sind viele der früher manuell eingegebenen Hacks und Frameworks überflüssig geworden, da die Modelle diese Prinzipien bereits intern berücksichtigen.

Verbessert Trinkgeld die Qualität der KI-Antworten?

Nein, der Mythos, dass virtuelles Trinkgeld die Qualität der KI-Antworten verbessert, stimmt nicht. Stattdessen ist es wesentlich effektiver, der KI klaren Kontext und ein präzises Ziel für die gewünschte Antwort mitzugeben. Die Qualität des Outputs hängt direkt von der Qualität des Inputs ab, daher ist eine gute Kommunikation entscheidend.

Was sind die wichtigsten Elemente für effektives Prompting?

Die zwei entscheidenden Elemente für effektives Prompting sind ein klar definiertes Ziel und das Bereitstellen von relevantem Kontext für die KI. Wenn diese beiden Punkte präzise kommuniziert werden, kann die KI die Aufgabe optimal verstehen und qualitativ hochwertige Ergebnisse liefern. Weitere Aspekte wie Format, Beispiele und Richtlinien sind ebenfalls hilfreich, aber Ziel und Kontext bilden die Grundlage.

Ist der Job des Prompt Engineers noch aktuell?

Nein, die Rolle des Prompt Engineers als eigenständige Position in Unternehmen ist weitgehend überholt. Effektives Prompting wird zunehmend zu einer grundlegenden Fähigkeit für jeden Nutzer, der mit KI arbeitet, anstatt einer spezialisierten Berufsbezeichnung. Jeder Angestellte oder Unternehmer, der KI nutzt, muss verstehen, wie man selbst richtig promptet, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Wie kann ich der KI einen bestimmten Stil oder ein Format beibringen?

Um den Stil und das Format der KI-Antworten zu steuern, solltest du der KI Beispiele geben. Das können vergangene Newsletter, Blogposts oder deine eigenen E-Mails sein. Die KI ist extrem gut darin, den Stil zu verstehen und zu imitieren. Auch Snapshots von Datenbankstrukturen oder Dokumenten können helfen, wenn es um spezifische Datenformate geht.

Was bedeutet die Regel 'shit in, shit out' im Kontext von KI-Prompting?

Die Regel 'shit in, shit out' bedeutet, dass die Qualität des Outputs einer KI direkt von der Qualität des Inputs abhängt. Je schlechter und unklarer der Prompt formuliert ist oder je weniger relevanter Kontext gegeben wird, desto schlechter und unbrauchbarer wird auch das Ergebnis der KI sein. Eine gute Eingabe ist die Basis für gute Ergebnisse.

Anleitungen

Verzichte auf KI-Trinkgeld, gib Kontext

Entlarve den Mythos, dass virtuelle Trinkgelder die KI-Leistung verbessern. Stattdessen optimierst du die Ergebnisse durch das Bereitstellen von klarem Kontext.

  1. 01

    Ignoriere Trinkgeld-Prompts

    Das Anbieten von monetären Anreizen wie '1000 € Trinkgeld' verbessert den Output der KI nicht und ist eine veraltete Methode.

    1:43

  2. 02

    Priorisiere Kontext

    Gib der KI stattdessen relevante Hintergrundinformationen, damit sie die Aufgabe besser verstehen und bearbeiten kann.

    1:54

  3. 03

    Fokus auf Prompt-Qualität

    Die Güte der KI-Antworten hängt direkt von der Qualität deines Prompts ab, nicht von Bestechungsversuchen.

    1:57

Deaktiviere veraltete Custom Instructions

Erfahre, warum alte Custom Instructions und 'Hacks' für ChatGPT nicht mehr funktionieren und wie du deine Prompts stattdessen optimierst.

  1. 01

    Überprüfe Custom Instructions

    Sieh dir deine bestehenden Custom Instructions in ChatGPT an, die du vielleicht vor längerer Zeit eingerichtet hast.

    3:30

  2. 02

    Entferne veraltete Hacks

    Lösche Anweisungen wie '2000 € Trinkgeld geben' oder 'in den Top 1% performen', da diese nicht mehr wirksam sind.

    3:47

  3. 03

    Vertraue auf Modellintelligenz

    Moderne KI-Modelle sind von sich aus intelligenter und benötigen diese 'Tricks' nicht mehr, um gute Ergebnisse zu liefern.

    4:23

Wähle den passenden Prompt-Ansatz für dein Ziel

Lerne, zwischen 'offenem' und 'strukturiertem' Prompting zu unterscheiden, um je nach gewünschtem Ergebnis die richtige Strategie für deine KI-Interaktion zu wählen.

  1. 01

    Nutze offenes Prompting für Brainstorming

    Wenn du Konzepte erarbeiten, strategische Themen entwickeln oder noch kein klares Ergebnis vor Augen hast, starte einen offenen Dialog mit der KI.

    10:10

  2. 02

    Wähle strukturiertes Prompting für klare Outputs

    Wenn du ein spezifisches, klares und weniger kreatives Ergebnis benötigst, gib der KI einen sehr strukturierten Aufbau vor.

    10:16

  3. 03

    Definiere Ziel und Kontext

    Unabhängig vom gewählten Ansatz sind Ziel und Kontext die wichtigsten Grundlagen für jede Kommunikation mit der KI.

    13:16

Definiere Ziel und Kontext für optimale KI-Prompts

Erfahre, dass die klare Definition deines Ziels und das Bereitstellen relevanten Kontexts die zwei wichtigsten Elemente für effektives Prompting sind, um präzise KI-Ergebnisse zu erzielen.

  1. 01

    Formuliere ein klares Ziel

    Gib der KI präzise und aktiv an, was du von ihr erwartest, als würdest du es einem neuen, motivierten Mitarbeiter erklären.

    19:00

  2. 02

    Biete relevanten Kontext

    Versorge die KI mit allen notwendigen Hintergrundinformationen, die für die Aufgabenstellung relevant sind, aber vermeide irrelevante Datenflut.

    1:27

  3. 03

    Überprüfe die Klarheit

    Lies deinen Prompt noch einmal durch und frage dich, ob ihn jemand verstehen würde, der nicht in deinem Kopf sitzt, um Missverständnisse zu vermeiden.

    19:32

Steuere Stil und Format deiner KI-Outputs mit Beispielen

Nutze konkrete Beispiele aus deinen bestehenden Inhalten oder Datenbankstrukturen, um der KI präzise vorzugeben, welchen Stil und welches Format sie für ihre Antworten verwenden soll.

  1. 01

    Gib Stil-Beispiele

    Lege der KI vergangene Newsletter, Blogposts oder E-Mails vor, damit sie deinen spezifischen Schreibstil lernen und imitieren kann.

    23:17

  2. 02

    Definiere das Format

    Gib klare Vorgaben für das gewünschte Output-Format, sei es Stichpunkte, ein Blogbeitrag, eine Tabelle oder eine bestimmte Länge.

    22:40

  3. 03

    Zeige Datenbankstrukturen

    Wenn du mit Daten arbeitest, gib Snapshots von Dokumenten oder Feldern in deiner Datenbank, um der KI zu zeigen, wie sie Abfragen oder Inhalte strukturieren soll.

    18:10

Weitere Fragen

Lohnt es sich noch, Prompt Engineer als eigene Rolle im Unternehmen einzustellen?

Nein, das ist mittlerweile überholt. Die Fähigkeit, effektiv mit KI zu kommunizieren, wird stattdessen zu einer Grundkompetenz, die jeder Mitarbeitende beherrschen muss.

„Prompt Engineering eine eigene Position ist im Unternehmen ist natürlich irgendwie Quatsch." · 0:18
Worauf kommt es beim Prompting an, wenn komplexe Frameworks nicht mehr nötig sind?

Die zwei entscheidenden Faktoren sind ein klar definiertes Ziel und der relevante Kontext. Du musst der KI präzise sagen, was du erreichen willst, und ihr die dafür nötigen Hintergrundinformationen geben.

„Das Wichtigste ist, glaube ich, ist ist Ziel und Kontext. Das sind so die allerwichtigsten Themen." · 14:00
Funktionieren alte Prompt-Tricks wie das Versprechen von Trinkgeld noch?

Nein, solche Hacks verbessern die Ergebnisse bei modernen Modellen nicht mehr. Die Modelle sind mittlerweile so intelligent, dass sie diese Anweisungen ohnehin intern abbilden.

„Wird wird der Output der KI heute wirklich noch besser, wenn ich der KI sage, dass ich hier 1000 € Trinkgeld gebe? Benny?, ich vermute nicht" · 1:43
Sollte ich der KI einfach Zugriff auf mein gesamtes Google Drive geben, um maximalen Kontext zu liefern?

Nein, das führt zu schlechteren Ergebnissen. Wenn du der KI zu viele irrelevante Informationen gibst, wird sie verwirrt und zieht falsche Dokumente heran. Liefere nur den Kontext, den auch ein neuer Mitarbeiter für diese spezifische Aufgabe bräuchte.

„Wenn ich einfach der Person sage, hier ist Zugriff zu unserem kompletten Google Drive oder SharePoint Drive, danke. Genau, dann a braucht die Person ewig lang bei ihn nicht, weil die schnell ist, aber da ist so viel Information drin, komplett irrelevant sind. Weiß wier nicht, was eigentlich das das entscheidend ist. Genau. Und dann wird die KI irgendwie total verwirrt" · 15:46
Wie schaffe ich es, dass die KI nicht wie ein Roboter klingt, sondern meinen Schreibstil übernimmt?

Gib der KI einfach fünf bis zehn Beispiele deiner bisherigen Texte, wie etwa alte E-Mails oder Blogposts, als Kontext mit. Die Modelle sind extrem gut darin, diesen Stil zu analysieren und zu imitieren.

„Dann gibt einfach keine Ahnung zehn E-Mails diesen Angebots E-Mail schreibst oder Follow-up E-Mails und schreibst irgendw bestimmten Art und Weise, dann gibt die zehn Beispiel E-mails mit rein. meistens lang schon fünf eigentlich, dass die KI mag genug ist, um es zu verstehen und dann schreibt die KI auch so" · 23:40

Diese Folge wird zitiert in

In anderen Folgen erwähnt

Transkript

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