Co-Intelligence

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#37: Gemini 3: Besser als GPT-5? Ein Betriebssystem in einer Nacht coden

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0:00 Intro: Google schlägt zurück (Gemini 3 Release)

0:00 Moritz Heininger: tot gesagte leben länger. Google ist zurück, der Erfinder der LLMs, der ein bisschen gebraucht hat,

0:10 Benjamin Wüstenhagen: hat sich jetzt vor kurzem wieder an die Spitze gesetzt. Ganz genau. Google hat lange gebraucht. Viele haben Google schnell abgeschrieben, aber jetzt sind sie tatsächlich besser als Chat GPT.

0:23 Benjamin Wüstenhagen: Willkommen zurück zu Co-Intelligence, eurem KI Lern Podcast mit Moritz Heininger, dem Kamerahund Nala und mir Benjamin Wüstenhagen.

0:35 Benjamin Wüstenhagen: Heute geht's unter anderem um Google. Wir nehmen diese Episode auf ein Tag nachdem Gemini 3 erschienen ist. Kann sein, dass das ein bisschen später bei euch ausgestrahlt wird. Was ist passiert?

0:49 Moritz Heininger: Google hat gestern Abend und wir konnten schon ein bisschen rumspielen und haben schon tolle Sachen ausprobieren, das neueste Modell rausgebracht und äh das hat alle, ich habe nicht überrascht, aber zumindest sehr begeistert in den Fähigkeiten.

1:04 Moritz Heininger: Und äh ist absolut das State of the Art Modell Stand jetzt, muss man natürlich immer sagen, wer weiß, ob Open AI in der Woche mit dem neuen Modell um die Ecke kommt, aber schon relativ ja, spannend zu sehen, was Google da macht, was Google auch kann und Google spielt da natürlich so die komplette Stärke aus, die sie so haben und ähm ja, das zeigt sich in diesem Modell, zumindest so der erste Eindruck.

1:05 Das Comeback: Transformer-Paper & DeepMind

1:44 Benjamin Wüstenhagen: Das Spannende ist, dass Google ja ein ziemliches Comeback hinlegt, denn eigentlich geht auf Google zurück, der die ganze Legacy von LLM System, also alles was Large Language Modelle sind, das was ihr unter Chat GPT kennt,

2:08 Benjamin Wüstenhagen: gäbe es nicht, wenn es Google nicht gäbe, denn bei Google angestellte Wissenschaftler haben 2017 den die Grundlage gelegt für das für das Transformer Modell.

2:21 Moritz Heininger: Und zwar in dem Paper, was viele wahrscheinlich schon mal gehört haben, Attention is all you need, was eigentlich auch ein ganz äh ganz ganz cooler Titel ist, wenn es ja um diese Aufmerksamkeitsmechanismen geht, sozusagen in diesen Transformer Modellen. Und ähm danach war es ja so, dass dann eigentlich schon Google, das war irgendwie eins von vielen Papern und damals war glaube ich den meisten Leuten noch gar nicht so richtig bewusst,

2:49 Moritz Heininger: was da erfunden wurde und was dadurch alles möglich ist, was glaube ich auch, ich glaube es gibt zwei Gründe dafür. Grund eins ist, glaube ich, dass damals noch keiner damit gerechnet hat, dass jemals so viel Compute irgendwie

3:25 Moritz Heininger: Rechenleistung. Ja, genau, Rechenleistungen, Data Center gebaut werden und äh ich sag mal die die Stärke von diesem Modellen spielt sieht man jetzt natürlich dadurch, dass immer mehr Kapazität an Markt kommt und Google ist ja da auch ein ein ein starker Spieler drin.

3:44 Moritz Heininger: Und das zweite ist, glaube ich, so ein bisschen das das Innovators Dilemma, ne? Und äh da haben wir ja bis vor kurzem hat ja Google noch Bewertungsrückschläge gehabt, da Leute gesagt haben, okay, durch die KI suchen, wird jetzt Google massiv Geld verlieren in dem Hauptbusinessmodell mit quasi Ads in Google

4:00 Moritz Heininger: äh quasi in der normalen Google Suche und äh turns out, ich glaube äh im letzten Quartalsbericht haben sie sogar noch mal mehr Geld verdient mit Google Ads trotz KI Suche. Also 12 oder 14 % ist er noch mal hochgegangen. Und ähm von daher ist ähm ja, Google, glaube ich, eine oder glauben wir, einer der größten Gewinner und wird vor allem einer der größten Gewinner weiterhin sein.

4:03 Multimodalität & Coding: Das "Jens OS" Experiment

4:28 Benjamin Wüstenhagen: Ja, Chat GPT rauskam, äh stand Google ja ziemlich plattfüßig da und Entropic und äh Open AI und auch andere waren einfach schneller und äh dann hat aber Google so den den Steve Jobs Move gemacht so ein bisschen.

4:45 Benjamin Wüstenhagen: Also die beiden Gründer sind zurückgekommen, ähm haben da Code Red ausgerufen und dann kam, ich glaube Gemini 1, das war nur mal hat gezeigt, okay, wir können doch was. Wir haben Deep Mind zusammengelegt, also ein AI Startup, was sie vor vielen Jahren mal gekauft haben, europäisches Startup in London.

5:07 Benjamin Wüstenhagen: Ja. Und ähm ja, haben jetzt hatten dann jetzt eine ganze Weile schon mit Gemini 2.5 und so kleineren Modellen Vergenierung Nano Banana. Achtungserfolge erzielt und haben sich jetzt eigentlich, zumindest für den Moment muss man dazu sagen, an die Spitze gesetzt und damit hätten, glaube ich, jetzt die wenigsten gerechnet.

5:20 Moritz Heininger: Fun Fact, äh mit Deep Mind, der ehemalige, einer der Deep Mind Gründer ist ja jetzt der KI Chef von Microsoft.

5:24 Benjamin Wüstenhagen: Ja, also es ist alles äh

5:25 Moritz Heininger: kleine Welt.

5:26 Benjamin Wüstenhagen: Ja, ja, der Deep Mind, ja.

5:27 Benjamin Wüstenhagen: Ähm, technische Stärke hat das Modell insofern, als dass es nicht nur wieder ein sehr sehr großes Kontext Window hat,

5:30 Benjamin Wüstenhagen: wie wir es eigentlich von Gemini gewohnt sind, sondern vor allen Dingen so schreibt es The Verge auch nativ multimodal arbeitet, also von sich aus sozusagen entscheidet,

5:44 Benjamin Wüstenhagen: äh nimmt es jetzt oder hat es ein Sound Output, hat es ein Bild Output, hat es ein Video Output und man kann auch ja, sowohl Musik, äh als auch Bilder, als auch Videos, als auch Text eingeben, ist also nicht nur auf die auf den reinen Text gebunden.

5:49 Benjamin Wüstenhagen: Es können jetzt zwar schon relativ viele Modelle, aber da die machen es wohl besonders gut.

5:53 Moritz Heininger: Ja, ich muss so sagen, die Funktionalität habe ich selbst noch nicht getestet, aber gerade ja dieses zwischen zwischen den verschiedenen Medientypen ähm soll da eine sehr große Stärke sein.

6:01 Moritz Heininger: Bisschen rumgespielt, werden eine Nacht haben wir natürlich auch und ähm gerade was so die Codingfähigkeiten angeht, es ist schon crazy, also mein Co-Founder bei Snipki Jens ist ja eh so ein kleiner ähm

6:11 Moritz Heininger: ja, Coder und äh Ausprobierer und ohne selbst, obwohl kleiner Coder ist eigentlich falsch, eigentlich kann er gar nicht coden. Er baut aber trotzdem immer coole Software. Was er jetzt gemacht hat, er hat ein Betriebssystem ähm entwickelt und zwar das Jens OS, ein Voice getriebenes Betriebssystem.

6:33 Benjamin Wüstenhagen: In einer Nacht.

6:34 Moritz Heininger: In weniger eigentlich mit mit gar nicht so vielen Prompts und es das verrückte ist, also du hast es quasi, du hast so wie wie ein weiteres Windows oder Mac Oberfläche in einem Browser. Da sind Anwendungen drin, also da ist ein Notepad mit drin, da ist ein Terminal mit drin, da ist ein App Bilder mit drin.

6:47 Agenten & Reasoning: Reiseplanung mit KI (Manus AI?)

6:50 Moritz Heininger: Und du kannst alles per Voice steuern. Du kannst per Voice sagen, tausch den Hintergrund aus, in ein Weihnachtsbild, dann macht die KI das. Du kannst sagen, öffne den App Bilder, öffne den App Bilder und dann kannst du sagen, wird jetzt Symmetrisch. Kannst du in der gewebecodeten App in dem App Bilder, den du da rein gebaut hast, eine App entwickeln lassen, wie beispielsweise ein Snake Spiel und dann spielst du eine App in deiner App sozusagen.

7:07 Moritz Heininger: Dann wirst du einfach komplett verrückt und das Ganze mit einer Oberfläche, die mittlerweile echt gut aussieht, also ein Thema war ja früher bei diesen ganzen Web Code Geschichten, zieht ja den alles gleich aus, ne?

7:15 Moritz Heininger: Sehr funktional, aber im Prinzip siehst du sofort, wenn du wenn du Oberfläche gecodet war und da es ist jetzt mittlerweile eigentlich richtig gut und das ist was, was mich relativ stark geflasht hat, was damit geht.

7:24 Moritz Heininger: Du überlegst, was du da noch alles bauen kannst als Nicht Software Entwickler,

7:27 Moritz Heininger: wenn jemand, der nicht entwickeln kann, ein kleines Betriebssystem bauen kann, ist ja schon irgendwie spannend.

7:34 Benjamin Wüstenhagen: Ja, ich hoffe, es wird schnell von Lovable eingebaut. Ich bin nach wie vor an Lovable Projekten dran und ähm die Nächte sind kurz damit, aber ich verliere noch öfter mal meine Kontomaus.

7:41 Benjamin Wüstenhagen: Google sagt selbst auf dem Developer Blog, eigentlich mal so, dass das das beste Medium, was man da verfolgen kann nach nach so Releases,

7:45 Benjamin Wüstenhagen: äh dass sie vor allen Dingen Reasoning Fähigkeiten ausgebaut haben, also alles was Schlussfolger angeht, ähm und auch so Planning Fähigkeiten, sprich mehrstufiges Vorgehen und deswegen soll dieses Modell Gemini 3 jetzt besonders gut sein bei agentischen Tätigkeiten, also

8:05 Benjamin Wüstenhagen: brauchst keine extra Software mehr, sondern das soll wohl schon jetzt selber erstmal Dinge planen und dann auch multimodal umsetzen können und Reasoning können.

8:21 Moritz Heininger: Genau, eigentlich das war Agenten immer so ein Thema, ne? Also je mehr ich fix definieren kann, automatisieren kann, desto besser, weil dann keine Fehler passieren können.

8:35 Moritz Heininger: Aber sobald ich eine komplexen Task habe, muss ein Agent her nachdenken über die Schritte, die er wählt, aber auch die Tools, die er nutzt und je länger so ein Agent

8:46 Moritz Heininger: quasi nachdenken kann und Schritte begehen kann, ohne dass wir irgendwie eingreifen müssen, desto stärker wird natürlich das äh der der Agent an sich und da haben die jetzt wohl auch noch mal einen großen großen Sprung gemacht.

9:00 Benjamin Wüstenhagen: Ich hoffe, ich habe gestern Abend witzigerweise nicht mit Gemini 3, sondern mit Manus

9:04 Benjamin Wüstenhagen: mal gefragt, hey, ich möchte dann und dann äh für drei für eine Woche mit drei Personen von Berlin wegfliegen,

9:11 Benjamin Wüstenhagen: such mir doch mal irgendwie die günstigste Verbindung mit Auto und Flugzeug und so weiter und dann kam dann

9:16 Benjamin Wüstenhagen: nach langem Überlegen irgendwie das raus, was ich mir hätte auch selber vorstellen können. Das kostet zwischen

9:20 Benjamin Wüstenhagen: pro Person zwischen 400 und 600 €.

9:22 Moritz Heininger: Na ja, danke.

9:23 Benjamin Wüstenhagen: Hast du schon mal probiert mit dem neuen Gemini?

9:24 Moritz Heininger: Nee, habe ich noch nicht.

9:25 Moritz Heininger: Ich war äh war gespannt, weil ich muss demnächst auch einen Junggesellenabschied planen.

9:32 Der ARC-AGI Benchmark: Ist das schon AGI?

9:34 Moritz Heininger: Ähm und äh das ist ja ein kleiner Pain und wenn mir dann KI-Agent und hoffentlich Gemini 3 oder Google helfen kann,

9:39 Moritz Heininger: ähm ich ich probier's mal aus und dann kann ich mal in in einer weiteren Folge berichten, wie weit ich damit gekommen bin.

9:43 Benjamin Wüstenhagen: Machst du hoffentlich deinen Rock nehmen, dann komm auf Scrib Club dazu, ne?

9:46 Benjamin Wüstenhagen: Weil Google kann zum Museumsbesuch.

9:47 Moritz Heininger: Das wird ganz also entspannt wird er nicht, aber es gibt da klare Regeln zum Glück und da gehören keine Stripp Clubs, keine Bauchläden, keine bunten T-Shirts mit dazu.

9:53 Benjamin Wüstenhagen: Okay.

9:54 Moritz Heininger: Mein Bier Bike, keine Ahnung, wo mein Bierchen trinkt, da finden wir schon eine Ausrede für, ob das auf dem Bike ist oder ob das in Zweifel in der Bar ist. Ähm ja.

9:59 Benjamin Wüstenhagen: Ähm, wir sind nicht die einzigen, die sich Gemini 3 angeschaut haben. Wir sind auch eher so die am späteren Ende. Es wird ja meistens nur ein bisschen früher veröffentlicht.

10:05 Benjamin Wüstenhagen: Es gibt das Ark Institute, haben nichts zu tun mit Ark Invest von Cathy Wood, sondern das Ark Institute, den tollen Edge Fund.

10:11 Moritz Heininger: Den tollen Edge Fund.

10:12 Benjamin Wüstenhagen: Die äh beforschen KI und KI Sicherheit und evaluieren das und die haben verschiedene Benchmarks. Einer von denen ist der Ark AGI 2.

10:22 Benjamin Wüstenhagen: Und dort haben sie auch äh Gemini 3 getestet und es hat sich wohl sehr sehr stark abgehoben von vielen anderen Modellen, also vielleicht kann man es einblenden oder in die Shownotes packen.

10:30 Benjamin Wüstenhagen: Es gibt so ein Plot Diagramm, da sind die verschiedensten Modelle mit jeweils so kleinen Punkten abgebildet und es hat sich alles irgendwie ziemlich geballt und dann gibt's so die grünen Punkte, die absolut rausschießen.

10:38 Benjamin Wüstenhagen: Und das ist ähm Gemini 3 rausschießen im positiven Sinne, weil es einfach, ja, diese diese äh Tests zu 60 % erfüllt, andere Modelle können das nur zu 1 % und das soll wohl besonders die Generalisierungsfähigkeit testen.

10:51 Benjamin Wüstenhagen: Also die Intelligenz am Ende.

10:52 Moritz Heininger: Genau, ich meine, das ist ja sowieso das das Spannende, wann können wann die spannende Frage, wann können KI-Modelle oder Agenten

11:02 Moritz Heininger: Aufgaben, die wir Menschen haben oder einen größeren Teil der Aufgaben deutlich besser lösen, als wir das heute können.

11:11 Moritz Heininger: Und äh da gibt's ja verschiedene Tests, eins ist dieser Arc Test. Open AI hat ja auch letztens einen rausgebracht, glaube ich, mit 15 Jobs definiert hat und dann die Task runtergebrochen hat und von dann von Menschen, die mindestens 15 Jahre Berufserfahrung oder so haben, diese Task umgesetzt haben im Vergleich zu KI und andere, die dann auch sehr viel Erfahrung hatten, muss man entscheiden, was besser war.

11:22 Der unfaire Vorteil: Googles Ökosystem (Android, Workspace)

11:26 Moritz Heininger: Das ist ein Test, der Arc ist ein anderer und ähm klar auf ganz spezifischen Task ist KI heute schon besser, ne?

11:30 Moritz Heininger: Der typische Fall Go oder irgendwie ein Schachspiel oder so gewinnt kein Mensch mehr, aber halt so dieses Generalisieren, ein ganz neue Aufgabe, die du noch nie gesehen hast und du musst darüber nachdenken, Reasoning, das ist halt so ein wirkliches Zeichen für

11:39 Moritz Heininger: Ja, ist das künstlich, wie weit ist die künstliche Intelligenz eigentlich? Unsicher wegen der neuen EU KI-Verordnung?

11:47 Moritz Heininger: Die Kompetenzlicht für den beruflichen Einsatz von KI Tools ist da. Snipki bietet die Lösung. Unsere spezielle Schulung zu Artikel 4, konzipiert mit Rechtsanwälten, macht dich und dein Team fit.

12:02 Moritz Heininger: Verstehe die rechtlichen Grundlagen und nutze KI Potenziale ohne Risiko.

12:05 Moritz Heininger: Investiere in Rechtssicherheit und Kompetenz. Informier dich jetzt über die Schulung auf snipki.de.

12:12 Benjamin Wüstenhagen: Und das ist natürlich super spannend mit dem Ökosystem, was Google schon hat. Also klar, Entropic haben wir letztens drüber gesprochen, auch ob mir ein die bringen jetzt Browser raus,

12:19 Benjamin Wüstenhagen: probieren irgendwie Sachen zu bauen, aber Google hat halt schon die Google Suche.

12:22 Benjamin Wüstenhagen: Google hat Google Workspace, wo viele Unternehmen drin arbeiten, Startups, ja, Gmail, wo wahnsinnig viele Menschen ihre E-Mail Programme haben, hat, was haben sie noch alles? Ja, Google Maps, ja, YouTube, ja, Android.

12:33 150 Mrd. Cashflow: Google vs. OpenAI (und der Oracle Crash)

12:36 Benjamin Wüstenhagen: Also all all diese großen Systeme, wo man vielleicht im ersten Schritt gar nicht dran denkt, dass es ja alles Google bzw. Alphabet ist, die Firma dahinter, aber die haben das alles schon und sind auch dabei Stück für Stück dort Gemini zu integrieren.

12:45 Benjamin Wüstenhagen: Und vermutlich auch immer weiter integrieren, so dass dann auch diese agentischen Fähigkeiten nicht nur theoretisch genutzt werden können, sondern auch wirklich nutzbar sind.

12:51 Moritz Heininger: Ja, ich meine, strategisch ist es halt ein riesen Thema, ne? Schon Open AI hatte bis gestern die besten Modelle.

12:56 Benjamin Wüstenhagen: Open AI ist Bis gestern beim Aufnehmen der Folge kann durchaus sein, dass das eine Woche später bei euch ist. Jetzt uns bestimmt auf dem Kopf, wenn die Folge rauskommt, dann ist bestimmt schon Open AI mit dem neuen Modell rausgekommen.

13:07 Moritz Heininger: Tatsächlich hat ja ähm einer von irgend Open AI Engineer hat auf Ex gepostet, irgendwie dass excited ist die neuen Fähigkeiten von Gemini zu sehen.

13:21 Moritz Heininger: Sowas schreibst du eigentlich nur, wenn du genau weißt, du hast etwas in der Tasche, um da noch mal irgendwie eine oben drauf zu setzen.

13:26 Moritz Heininger: hypothese. Aber ich meine Google hat eine Sache, die Open AI nicht hat und das ist ein 150 Milliarden Free Cashflow jedes Jahr, ne?

13:31 Benjamin Wüstenhagen: Cashflow.

13:32 Moritz Heininger: Die sie halt einfach investieren können in Modelle, in Infrastruktur,

13:34 Benjamin Wüstenhagen: Chat GPT macht es auch, sie sie schreiben unterschreiben zumindest die Verträge, aber es fehlt noch der Cashflow.

13:40 Moritz Heininger: Genau, das ist ein ganz anderes Thema, deswegen ist ja jetzt gerade Oracle so gecrasht, ne?

13:47 Moritz Heininger: Weil ja der Sam Altman als Open AI CEO auf der ganzen Welt irgendwelche Verträge unterschreibt und ultra viel, ich habe 300 Milliarden, nicht so richtig im Kopf habe, theoretische Verträge unterschrieben bei bei Oracle für den Ausbau von Data Centern.

13:50 Der Apple-Deal: Rettung für Siri?

13:59 Moritz Heininger: Die hat er halt nicht, ne? Und jetzt gibt's anscheinend immer mehr Zweifel, Surprise Surprise, daran, ob Open AI überhaupt diese ganzen Verträge erfüllen kann, die sie unterschreiben.

14:05 Moritz Heininger: Und da ist jetzt Oracle, glaube ich, wieder ziemlich runter gecrasht und ist halt ein Thema, was ist halt ein Problem, was Google nicht hat, ne?

14:11 Moritz Heininger: Und die kann man wirklich 150 Milliarden Cashflow jedes Jahr aus dem bestehenden Geschäft investieren und das ist halt schon ja, fast ein unfairer Wettbewerbsvorteil gegenüber den

14:23 Benjamin Wüstenhagen: Google ist ein Teil finanziert über Werbung.

14:24 Benjamin Wüstenhagen: Ja. Und sie haben auch, das passt auch ganz gut ins Bild, ja gerade mit Apple einen weiteren Vertrag abgeschlossen, was ihr das ist ja schon bekannt, dass

14:33 Benjamin Wüstenhagen: äh wenn ihr ein iPhone kauft, ist Google oftmals vor nicht vorinstalliert, aber voreingestellt als Standard Suche dafür bekommt Apple zweistelligen Milliardenbetrag.

14:41 Moritz Heininger: 20 Milliarden im Kopf habe.

14:42 Benjamin Wüstenhagen: 20 Milliarden, ja, genau. Also wahnsinnig viel Geld bekommen die und das ist natürlich für Google wunderbar.

14:46 Benjamin Wüstenhagen: Ja, sehr schönes da oder super eigentlich schon.

14:49 Moritz Heininger: Und jetzt haben sie gerade einen neuen Vertrag unterschrieben, wo bzw. im Moment Google zahlt Apple. Ich meine ja, Google zahlt Apple. Google zahlt Apple.

14:58 Benjamin Wüstenhagen: Ach so, ja.

14:59 Benjamin Wüstenhagen: Ja, das ist okay.

15:01 Moritz Heininger: Also es wird äh wird für für für Apple.

15:02 Benjamin Wüstenhagen: Ja, das ist okay.

15:03 Benjamin Wüstenhagen: Wir cutten jetzt hier nicht, sondern wir lassen es einfach so stehen.

15:05 Benjamin Wüstenhagen: Was ich aber sagen wollte, dass habe ich ja schon verloren.

15:07 Benjamin Wüstenhagen: Also Apple hat jetzt mit Google einen neuen Vertrag abgeschlossen, dass Google jetzt in dem Fall Apple helfen soll,

15:13 Benjamin Wüstenhagen: Siri besser zu machen. Ich weiß nicht, wie es euch geht, ich nutze Siri ganz gerne zu Hause zum Kochen und so, aber ich raste mittlerweile fast aus.

15:21 Moritz Heininger: Ich habe die vor Jahren beerdigt, äh wie heißt, äh beerdigt.

15:24 Moritz Heininger: Siri ist einfach eine Frechheit, finde ich.

15:25 Moritz Heininger: Es ist einfach eine absolute Frechheit und äh also es ist eigentlich, ja, also Apple, ich glaube, wahrscheinlich müssen wir zu Apple noch mal eine ganz andere Folge machen.

15:35 Moritz Heininger: Ähm Apple hat, glaube ich, einfach den verpasst und äh ist jetzt Apple sagt, okay, wir holen uns jetzt Google,

15:40 Moritz Heininger: das Gemini Modell rein, um das Hauptmodell zu werden, unsere Systeme zu powern.

15:45 Moritz Heininger: Ist auf der einen Seite smart, weil es halt das beste Modell ist und auf der anderen Seite halt eigentlich auch ein riesen Walk of Shame, weil sie sich halt selbst eingestehen,

15:52 Moritz Heininger: dass sie es halt nicht hinbekommen haben, aber und das ist jetzt auch wieder crazy für Google.

15:57 Moritz Heininger: Google hat schon Android, sozusagen, also sie sind schon der Default auf, ich habe mehr als der Hälfte ist die die Welt an sich hat er viel mehr Android als als iPhone.

16:06 Moritz Heininger: Nur halt in unserer in unseren reichen westlichen Ländern gibt's immer iPhone.

16:11 Moritz Heininger: Aber jetzt kommen noch die ganzen iPhones dazu, die auch noch mal mit Google System oder mit dem mit der Google AI laufen und das ist halt schon ein riesen strategisches strategischer Vorteil.

16:18 Moritz Heininger: Also Google gewinnt gerade irgendwo an allen Enden, ja.

16:20 Moritz Heininger: Mal gucken, wie die anderen nachziehen.

16:21 Benjamin Wüstenhagen: Genau, und das hast du gerade angesprochen, das ist halt dieses Thema Adoption, ne?

16:25 Benjamin Wüstenhagen: Ich meine, Technologie ist das eine und Infrastruktur und Energie und Compute ist auch noch was anderes, da haben wir auch eine Folge schon gemacht.

16:33 Benjamin Wüstenhagen: Guckt euch gerne mal an zu dem Thema und Daten.

16:36 Benjamin Wüstenhagen: Äh aber diese Adoption ist ja auch dann Daten wieder reinbringt, also je mehr Milliarden Menschen nicht habe, die mein Modell nutzen, desto eher kann ich halt die Daten sammeln,

16:44 Benjamin Wüstenhagen: desto eher kann ich darauf trainieren und das bekommt Google jetzt natürlich super hin.

16:47 Benjamin Wüstenhagen: Und äh Harvard Business Review schreibt auch, dass es das der eigentliche Flaschenhals ist, die Adoption und nicht eben die Technologie.

16:54 Moritz Heininger: Ja, Adoption, Distribution. Ich meine Chat GPT nutzen natürlich extrem viele Leute Chat GPT, und das ist irgendwie so das Standard Go Tool Go Tool gewesen oder ist es immer noch.

17:02 Moritz Heininger: Dadurch aber auch extrem B2C heavy, ne? Sie haben ja, glaube ich, was war das über 70 % B2C Usage.

17:12 Moritz Heininger: Und wenn jetzt überall per Default irgendwie Gemini auf den Handys mit drauf ist, sowohl in dem Apple als auch in dem Android, ist halt die Frage, wie viel Leute in Zukunft noch ein Chat GPT brauchen,

17:23 Moritz Heininger: paid in der Regel, wenn sie irgendeine, ja,

17:26 Moritz Heininger: gute Version von Gemini, was auch immer es Modell dann drin ist, was das da für Limits am Ende gibt, keine Ahnung, wie das irgendwie bezahlt wird.

17:34 Moritz Heininger: Ähm die Details gibt's noch gar nicht, aber ja, Distribution ist ist key und

17:37 Moritz Heininger: es ist halt am Ende eine Habit, ne?

17:39 Moritz Heininger: Die Leute wollen nicht verändern groß, was sie nutzen und wenn du einmal da irgendwie drin bist und es gewohnt bist, du bist die UI, die UX gewohnt und da ist sicherlich, glaube ich,

17:50 Moritz Heininger: muss man, glaube ich, schon auch sagen, Google gerade noch hinten dran, was so die User Friendliness angeht von Gemini.

17:58 Moritz Heininger: Gemini ist irgendwie noch ein bisschen clunkier im Vergleich zu jetzt einem Chat GPT oder irgendwie auch einem Plot gefühlt subjektiv zumindest.

18:03 Moritz Heininger: Da müssen wir glaube ich schon noch ein bisschen was machen, aber einmal wenn du was gewohnt bist, dann hast du eigentlich keinen Lust wieder zu wechseln.

18:09 Benjamin Wüstenhagen: Ich sehe es jetzt bei uns auch ein bisschen, wir haben eigentlich für alle Mitarbeiter Chat GPT, für die meisten auch die ich glaube sogar für alle das bezahlte.

18:16 Benjamin Wüstenhagen: Mhm. Und wir zahlen halt auch Google Workspace.

18:18 Benjamin Wüstenhagen: Ja. Und es ist gerade, ne, irgendwie äh Planungsaison Ende des Jahres für das nächste Jahr für die Budgets.

18:26 Benjamin Wüstenhagen: Denkst du natürlich auch, hey, wenn wir schon so und so viel Euro pro Nase pro Monat für Google Workspace zahlen und da ist Gemini mit drin.

18:33 Benjamin Wüstenhagen: Ja. Warum sollst du dann noch mal ein paar tausend Euro, wenn du es das ganze Jahr rechnest für alle Mitarbeiter an Chat GPT überweisen, wenn du am Ende das gleiche Ergebnis hast.

18:39 Moritz Heininger: Am Ende hast du ein paar Leute, ich meine, was ist der der Login wahrscheinlich von von Chat GPT

18:45 Moritz Heininger: sind halt die deine Custom GPTs und keine Ahnung, wie sehr du das vielleicht noch über irgendwie APIs und externen Tools connected hast.

18:53 Moritz Heininger: Auf der anderen Seite, dann nimmst du ein, zwei findige Mitarbeiter, die sich mit beiden Systemen auskennen, die setzen sich dann hin und bauen die Sachen in den Gems halt nach.

18:59 Moritz Heininger: Ja. Und dann hast du den Switch und dann ist es ja quasi inklusive in deinem

19:01 Moritz Heininger: deinem Google Workspace mit drin.

19:04 Moritz Heininger: Dann ist wirklich noch die Frage und wer weiß, ob man ja im Jahr wirklich noch das Beste ist.

19:07 Moritz Heininger: Von daher maximal ein Jahresverträge bei diesen ganzen KI Tools abschließen und dann halt noch mal irgendwie äh reflektieren.

19:10 Die "Kill Zone": Haben Startups noch eine Chance?

19:12 Benjamin Wüstenhagen: Was auch noch mal krass ist bei der ganzen Nummer ist natürlich, wie stark die Konzentration nicht nur von US Tech Unternehmen, das ist ja sowieso, aber von Tech Unternehmen sowieso ist, ne?

19:22 Benjamin Wüstenhagen: Wenn du überlegst, das ganze Thema Online Werbung läuft über Meta, über Google, bisschen über Amazon.

19:26 Moritz Heininger: Mhm.

19:27 Benjamin Wüstenhagen: Dann kommt ganz lange nichts.

19:29 Benjamin Wüstenhagen: KI zeichnet sich genau das gleiche ab, ja, Unternehmenssoftware, Cloud Services, alles Alphabet, alles Microsoft, ähm oder Amazon.

19:35 Benjamin Wüstenhagen: Oder jetzt noch stärker Google, ne?

19:36 Moritz Heininger: Alphabet.

19:37 Benjamin Wüstenhagen: Welcher Platz bleibt da noch für Startups?

19:40 Benjamin Wüstenhagen: Also, ich habe eine Weile so ein so ein Tool genutzt bei um Meetings mitzuschneiden.

19:46 Moritz Heininger: Mhm.

19:47 Benjamin Wüstenhagen: Natürlich immer mit Konsent und so weiter. Mittlerweile kannst du, wenn du in einem Google, wie heißt das Google Call bist, Google Meet, kannst du sagen, okay, Gemini, bitte fass mir das zusammen.

19:54 Moritz Heininger: Ja.

19:55 Benjamin Wüstenhagen: Ja, genau das gleiche hatte ich hatte mal eine Weile ein Tool getestet in meinen Mails um meine Mails zusammenzufassen.

20:00 Benjamin Wüstenhagen: so eine Zusammenfassung am am Morgen bekommen, was da so über Nacht reingekommen ist. Kannst jetzt mittlerweile in Google mit Gemini nativ machen.

20:05 Benjamin Wüstenhagen: Brauchst du keine extra Tool mehr. So ein bisschen das Gefühl jetzt die großen so Stück für Stück.

20:07 Benjamin Wüstenhagen: Den ganzen Platz zumachen, wo Startups noch irgendwo was gefunden haben. Grundsätzlich stimme ich hier total zu.

20:15 Moritz Heininger: Ich glaube, du kannst mittlerweile, also alles was so horizontal relevant ist für viele Unternehmen werden, glaube ich, nach und nach diese großen Player einfach übernehmen.

20:24 Moritz Heininger: Das sehen wir auch schon.

20:26 Moritz Heininger: Ähm ich glaube, wenn dann kannst du dich, also wo du dich schon auch unterscheiden kannst, ist, wenn du irgendein Problem löst, dafür eine besondere UI irgendwie brauchst.

20:35 Moritz Heininger: Also so ein User Interface quasi, ne, was halt nicht in diesen Standard Tools irgendwie ein zu bauen ist sozusagen.

20:43 Moritz Heininger: Ist das halt wirklich auf kommt, dass dein Flow als User irgendwie sehr angepasst ist an diesen einen Use Case.

20:51 Moritz Heininger: Und das zweite sind halt, wenn du ein Startup in irgendeiner Branche oder Nische bist, wo du halt Zugriff auf irgendwelche Daten hast,

20:56 Moritz Heininger: auf die halt die großen keinen Zugriff haben, weil nur dann kannst du irgendwie, ne?

21:02 Moritz Heininger: Das ist die Frage, wo ist das? Das sind dann sehr, das sind vielleicht oft auf B2B irgendwie Vertical,

21:06 Moritz Heininger: wo du auf irgendwelche Production Data oder sonst was Zugriff hast, aber zu dem äh Notetaker gibt's noch ähm

21:12 Moritz Heininger: noch einen Punkt, der nachher ist natürlich, dass das halt Gemini, dieser Notetaker nur funktioniert, weil ich im Gemini Call bin.

21:23 Moritz Heininger: Wenn ich jetzt in einem Kunden Call bin und der Teams, da kommt mein Gemini Notetaker nicht mit rein.

21:30 Moritz Heininger: Das heißt, da ist der Vorteil, wenn du Notetaker hast, der halt noch so so so ein Agent dann da reingeht, wie so eine Person in dem Meeting,

21:37 Moritz Heininger: weil dann habe ich den in jedem einzelnen Call, unabhängig davon, ob der Call ist in Gemini, in Teams oder in Zoom oder sonst was stattfindet.

21:43 Moritz Heininger: Aber das ist schon eine Ausnahme, wo sowas vielleicht noch gut funktioniert und relevant ist.

21:48 Benjamin Wüstenhagen: Ja, wobei, ich habe schon, gut, die internen Sachen sind ja Google, aber dann gibt's auch Slack, irgendwelchen Huddles und dann haben wir Teams manchmal.

21:53 Benjamin Wüstenhagen: Kundenunternehmen und dann gibt's teilweise, ich hatte letztes Mal wieder einen Zoom Call.

21:56 Benjamin Wüstenhagen: Der Klassiker, Zoom Call geht los, muss er erstmal Updates installieren.

22:00 Moritz Heininger: Ja.

22:01 Moritz Heininger: Ja.

22:02 Moritz Heininger: Ja, Zoom sieht man auch kaum.

22:03 Benjamin Wüstenhagen: Nee.

22:04 Moritz Heininger: Obwohl ich heute einen Zoom Call hatte.

22:05 Benjamin Wüstenhagen: Jetzt haben wir viel über Google gesprochen, ich glaube, wir haben es wir haben es ganz gut umrundet. Bin gespannt, wenn die Episode erscheint, worüber wir dann sprechen müssen sofort.

22:12 Benjamin Wüstenhagen: Wenn euch das gefallen hat, ich hoffe, es hat's, deswegen machen wir das ja. Lasst gerne einen Kommentar da,

22:19 Benjamin Wüstenhagen: liked uns, sprecht über uns, schaut euch die Videos an.

22:24 Benjamin Wüstenhagen: Äh folgt uns auch auf gerne auf TikTok. Da können wir noch ein paar Follower gebrauchen, damit wir in TikTok auf den Podcast verlinken können.

22:34 Benjamin Wüstenhagen: Das darf man nämlich erst ab 1000 Follower, habe ich gelernt und da fehlen uns auch ein paar, also bitte helft uns.

22:38 Moritz Heininger: Dankeschön.

22:39 Moritz Heininger: Damit will ich sagen, sehen wir uns nächste Woche.

22:41 Moritz Heininger: Danke fürs Zuhören und bis bald.

22:43 Benjamin Wüstenhagen: Ciao, ciao.

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