Co-Intelligence
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OpenClaw: Das gefährlichste Tool auf deinem Rechner oder der ultimative Hebel?

Erschienen 04. Februar 2026
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// KI-Zusammenfassung

Diese Episode beleuchtet OpenClaw, einen quelloffenen, autonomen KI-Agenten von Peter Steinberger, der lokal läuft und mit Messaging-Apps interagiert. Sie thematisiert den Wandel von reaktiver KI zu selbstständig agierenden Agenten in Workflows und die Entstehung von Agenten-Ökosystemen. Gleichzeitig wird vor erheblichen Sicherheitsrisiken und unkontrolliertem Token-Verbrauch gewarnt, wenn solche Agenten unvorsichtig eingesetzt werden.

Kapitel

  1. 01
    0:00

    Intro

  2. 02
    1:04

    Themeneinführung: Autonome Agenten

  3. 03
    3:13

    Was ist OpenClaw? (Peter Steinbergers Projekt)

  4. 04
    6:08

    Das Namens-Chaos: Clawdbot, Moltbot, OpenClaw

  5. 05
    8:13

    Agent-zu-Agent-Kommunikation

  6. 06
    9:52

    Sicherheitswarnung: Risiken lokaler KI-Agenten

  7. 07
    11:17

    Die Kosten von KI: Token-Verbrennung & API-Gebühren

  8. 08
    17:06

    Praxisbeispiel: Das WhatsApp-Gruppen-Experiment

  9. 09
    22:21

    Das Ende klassischer Software?

  10. 10
    26:27

    Hype vs. Realität: Ist das das nächste Clubhouse?

  11. 11
    28:40

    Outro

Shownotes

In Episode 45 von Co-Intelligence spricht unser Host Benjamin Wüstenhagen gemeinsam mit Magdalena Beilmann (die diese Woche Moritz Heininger vertritt) über das neueste Phänomen, das die KI-Welt im Sturm erobert: OpenClaw.

Entwickelt von Peter Steinberger, ist OpenClaw ein autonomer Open-Source-KI-Agent, der lokal auf dem eigenen Rechner läuft – oft einem Mac Mini – und sich direkt mit Messenger-Diensten wie WhatsApp und Telegram verbinden kann. Im Gegensatz zu typischen Chatbots kann OpenClaw echte Aufgaben auf dem Computer ausführen. Benjamin und Magdalena tauchen tief in den plötzlichen Hype um dieses Tool ein und diskutieren, ob es die Zukunft der Software darstellt oder nur ein flüchtiger Trend ähnlich wie Clubhouse ist. Zudem analysieren sie kritisch die massiven Sicherheitsrisiken, die entstehen, wenn man einem KI-Agenten volle „Admin-Rechte“ über die eigenen Daten und das digitale Leben gewährt.

Zeitstempel

  1. 0:00 Intro
  2. 1:04 Themeneinführung: Autonome Agenten
  3. 3:13 Was ist OpenClaw? (Peter Steinbergers Projekt)
  4. 6:08 Das Namens-Chaos: Clawdbot, Moltbot, OpenClaw
  5. 8:13 Agent-zu-Agent-Kommunikation
  6. 9:52 Sicherheitswarnung: Risiken lokaler KI-Agenten
  7. 11:17 Die Kosten von KI: Token-Verbrennung & API-Gebühren
  8. 17:06 Praxisbeispiel: Das WhatsApp-Gruppen-Experiment
  9. 22:21 Das Ende klassischer Software?
  10. 26:27 Hype vs. Realität: Ist das das nächste Clubhouse?
  11. 28:40 Outro

Links & Erwähnungen

Erkenntnisse

  • 2:16

    KI-Agenten agieren selbstständig in Systemen und Workflows, teilweise ohne aktive Beaufsichtigung, was einen grundlegenden Unterschied zu bisherigen KI-Modellen darstellt.

  • 3:11

    OpenClaw ist eine quelloffene, autonome KI-Engine, entwickelt von Peter Steinberger, die lokal auf eigener Hardware läuft und mit Messaging-Apps interagieren kann.

  • 5:12

    KI-Agenten können ein persistentes Gedächtnis aufbauen, Daten aktualisieren und lernen, was völlig neue Möglichkeiten für Workflows eröffnet und sie zu digitalen Praktikanten mit Admin-Rechten macht.

  • 6:52

    Es gibt bereits soziale Netzwerke für autonome KI-Agenten wie MoltBook, in denen Agenten miteinander kommunizieren und 'Ökosysteme' bilden, wobei Menschen als Zuschauer fungieren.

  • 9:58

    Das unvorsichtige Installieren und Vergeben von Admin-Rechten an KI-Agenten birgt erhebliche Sicherheitsrisiken und kann zu unkontrollierten Token-Verbräuchen führen.

Zitate

  • „Viele haben KI immer noch als etwas gesehen, was antwortet, wenn man es fragt oder beauftragt mit etwas. Und jetzt stehen wir an dem Punkt, an dem KI anfängt Dinge zu tun in unseren Systemen, in unseren Workflows, teilweise ohne dass wir aktiv drauf schauen, völlig selbständig. Das ist definitiv ein großer Unterschied und da wird's richtig spannend."

  • „CLAW ist ein offener autonomer AI Agent entwickelt, du hast es eben schon gesagt von Peter Steinberger Softwareentwickler und Unternehmer aus Wien und das Besondere ist, dass er völlig lokal auf der eigenen Hardware läuft."

  • „Es ist skoril und eigentlich auch schon so ein bisschen unheimlich, gerade wenn man diese bizarren Post da sieht, teilweise Religionen, die sich bilden und die Frage, ob man nicht als AI Agents eine neue Sprache entwickeln sollte, damit die Menschen eben nicht mehr mitlesen können."

  • „Verwarnt auch der Gründer, also Peter Steinberger selbst schreibt, es wäre jetzt nicht so techy unterwegs, ist sollte das gar nicht tun."

  • „Sag schön auch auf X don't have a vision of what you're going to build it's still going to be slop. Also, wenn du nicht, wenn du keine Vision hast dessen, was du eigentlich mitit bauen willst, dann wirst du einfach dazu beitragen, noch mehr von diesem KI Mühl zu generieren."

Häufige Fragen

Was ist OpenClaw und was macht es besonders?

OpenClaw ist ein quelloffener, autonomer KI-Agent, entwickelt von Peter Steinberger aus Wien. Seine Besonderheit liegt darin, dass er völlig lokal auf der eigenen Hardware läuft, beispielsweise auf einem Mac Mini, und mit verschiedenen Messaging-Apps wie Telegram interagieren kann, um Befehle entgegenzunehmen.

Wie unterscheidet sich OpenClaw von traditionellen KI-Modellen wie ChatGPT?

Im Gegensatz zu traditionellen KI-Modellen, die auf Anfragen reagieren, agiert OpenClaw selbstständig in Systemen und Workflows, teilweise ohne aktive Beaufsichtigung. Es kann ein persistentes Gedächtnis aufbauen, Daten aktualisieren und lernen, was es zu einem „digitalen Praktikanten mit Admin-Rechten“ macht.

Welche Risiken birgt der Einsatz von autonomen KI-Agenten wie OpenClaw?

Der unvorsichtige Einsatz von autonomen KI-Agenten, insbesondere die Vergabe von Admin-Rechten, birgt erhebliche Sicherheitsrisiken. Es besteht die Gefahr von unkontrolliertem Token-Verbrauch, was zu hohen Kosten führen kann, und die Möglichkeit, dass schadhafte Repositories in den Skills-Marktplatz gelangen.

Was ist ein "Tokenburn" im Kontext von KI-Agenten?

„Tokenburn“ bezeichnet den Verbrauch von Tokens, die als Währung für die Nutzung von KI-Diensten dienen. Jede Anfrage oder Textverarbeitung durch die KI verbraucht Tokens, für die echtes Geld bezahlt wird. Ein unkontrollierter Verbrauch kann schnell zu hohen Kosten führen.

Wie können Unternehmen den Businesswert von KI-Agenten nutzen?

KI-Agenten können repetitive und kleinteilige Aufgaben übernehmen, wie Buchhaltung, automatische Erinnerungen oder Research. Sie können als „digitale Praktikanten“ fungieren und viel von den „langweiligen Dingen“ überleben, wodurch sie für Einzelpersonen oder kleine Teams sehr hilfreich sind.

Warum ist es wichtig, einen klaren Use Case für KI-Experimente zu haben?

Ohne eine klare Vision oder einen messbaren Mehrwert besteht die Gefahr, in Spielereien zu verfallen, Zeit und Geld für Tokens zu verschwenden und am Ende keine nützlichen Ergebnisse zu erzielen. Geschwindigkeit ohne Richtung führt nur zur Generierung von „KI-Mühl“.

Anleitungen

So verstehst du OpenClaw als autonome KI-Engine

Lerne die Kernfunktionen von OpenClaw kennen, um zu verstehen, wie diese quelloffene KI-Engine lokal arbeitet und mit deinen Messaging-Apps interagiert.

  1. 01

    Erkenne die Autonomie von KI-Agenten

    Verstehe, dass OpenClaw selbstständig agiert und nicht nur auf direkte Befehle wartet, was einen grundlegenden Unterschied zu herkömmlichen KI-Modellen darstellt.

    2:02

  2. 02

    Nutze lokale Hardware für OpenClaw

    Installiere OpenClaw auf deiner eigenen Hardware wie einem Raspberry Pi oder Mac Mini, um die Kontrolle über die Ausführung zu behalten und Datenschutz zu gewährleisten.

    2:41

  3. 03

    Integriere Messaging-Apps zur Steuerung

    Steuere OpenClaw über gängige Messaging-Dienste wie Telegram, um Befehle zu geben und Interaktionen in deinen bestehenden Kommunikations-Workflows zu ermöglichen.

    4:17

So setzt du KI-Agenten als digitale Praktikanten ein

Erfahre, wie KI-Agenten wie OpenClaw durch persistentes Gedächtnis und Lernfähigkeit zu autonomen digitalen Praktikanten mit Admin-Rechten werden können, die Workflows transformieren.

  1. 01

    Ermögliche persistentes Gedächtnis für Agenten

    Sorge dafür, dass dein KI-Agent ein Gedächtnis aufbauen kann, das über den Chat hinausgeht und eigene Dateien einrichtet, um Kontext zu speichern.

    3:49

  2. 02

    Erlaube Datenaktualisierung und Lernen

    Gib dem Agenten die Möglichkeit, Daten kontinuierlich zu aktualisieren und aus seinen Aktionen zu lernen, um seine Fähigkeiten zu erweitern.

    4:03

  3. 03

    Nutze Admin-Rechte gezielt

    Setze den Agenten als "digitalen Praktikanten mit Admin-Rechten" ein, um komplexe Workflows zu automatisieren, die über einfache Chatbot-Interaktionen hinausgehen.

    5:10

So vermeidest du Risiken beim Einsatz von KI-Agenten

Schütze dein Unternehmen vor Sicherheitslücken und unkontrollierten Kosten, indem du bewusste Entscheidungen bei der Installation und Rechtevergabe von KI-Agenten triffst.

  1. 01

    Vermeide unvorsichtige Installation

    Installiere KI-Agenten nicht leichtfertig auf Rechnern oder Servern, die sensible Daten enthalten oder kritische Funktionen ausführen.

    16:42

  2. 02

    Vergib Admin-Rechte mit Bedacht

    Gib KI-Agenten Admin-Rechte nur in gut geschützten Umgebungen oder Sandkästen, um unkontrollierte Zugriffe und potenzielle Schäden zu verhindern.

    17:18

  3. 03

    Schütze vor unkontrollierten Kosten

    Sei dir der Gefahr des "Tokenburns" bewusst und setze gegebenenfalls Prepaid-Karten mit begrenztem Rahmen ein, um massive, unerwartete Ausgaben zu vermeiden.

    11:46

  4. 04

    Prüfe Open-Source-Code sorgfältig

    Sei vorsichtig bei der Nutzung von Open-Source-Projekten und deren Skill-Marktplätzen, da schadhafte oder bösartige Repositories aufgrund der schnellen Entwicklung schwer zu kontrollieren sind.

    18:17

Weitere Fragen

Was genau ist OpenClaw und wie unterscheidet es sich von bisherigen KIs?

OpenClaw ist ein quelloffener, autonomer KI-Agent, der lokal auf deiner eigenen Hardware läuft. Im Gegensatz zu reinen Chatbots agiert er selbstständig in deinen Systemen und Workflows, ähnlich wie ein digitaler Praktikant mit Admin-Rechten.

„CLAW ist ein offener autonomer AI Agent entwickelt, du hast es eben schon gesagt von Peter Steinberger Softwareentwickler und Unternehmer aus Wien und das Besondere ist, dass er völlig lokal auf der eigenen Hardware läuft." · 3:11
Was bedeutet es, dass KI-Agenten wie OpenClaw ein persistentes Gedächtnis haben?

Der Agent speichert Informationen nicht nur im temporären Chatverlauf, sondern kann eigene Dateien anlegen. Er aktualisiert diese Daten kontinuierlich und speichert alles, was er bei seinen Aufgaben neu lernt, dauerhaft ab.

„Das Ding kann eben die ganze Zeit das updaten und kann alles das, was es sozusagen macht und was es neu lernt, in dieses Gedächtnis reinpacken." · 4:03
Über welche Kanäle kannst du dem KI-Agenten im Alltag Befehle erteilen?

Du kannst den Agenten direkt über gängige Messenger-Dienste in deinen Alltag integrieren. Befehle und Fragen lassen sich einfach per WhatsApp, Telegram oder Slack an die KI übergeben.

„Das heißt, Befehle oder Fragen können einfach per WhatsApp, Telegram, Slag reingegeben werden" · 4:17
Welche finanziellen Risiken birgt der Einsatz autonomer Agenten im Unternehmen?

Ein unkontrollierter Einsatz kann zum sogenannten "Tokenburn" führen, bei dem massiv Tokens verbraucht werden. Dies wird besonders teuer, wenn der Agent von außen angegriffen wird und jede automatisierte Anfrage echtes Geld kostet.

„Ja, auch Tokenburn ist natürlich eine reale Gefahr. Also generell frisst es natürlich massiv viele Token, aber es kann natürlich auch sein, dass man angegriffen wird von Menschen, die nicht unbedingt KI Freunde sind und das ausnutzen, dass eben jeder Anfrage Tokens verbraucht und das kann ganz schön ins Geld gehen." · 11:46
Solltest du KI-Agenten in Unternehmens-Workflows komplett unbeaufsichtigt lassen?

Nein, beim Einsatz im Unternehmenskontext ist ein "Human in the Loop" zwingend erforderlich. So stellst du sicher, dass du die Aktionen des Agenten jederzeit nachvollziehen und bei Fehlern oder unerwünschtem Verhalten sofort eingreifen kannst.

„Ja, auch mit solchen Projekten gerade, wenn ihr zum Unternehmenskontakt Kontext einsetzt, probiert immer einen Menschen irgendwo in der Schleife zu haben, euch selbst in der Schleife zu haben, dass ihr nachvollziehen könnt, was da passiert und im Zweifel auch reinstoppen könnt." · 21:26

Diese Folge wird zitiert in

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Transkript

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