Co-Intelligence
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OpenClaw im Test - dein neuer Kollege wird ein AI Agent

Erschienen 11. Februar 2026 · mit Magdalena Beilmann
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// KI-Zusammenfassung

Diese Folge beleuchtet die neue Phase der KI mit Agenten wie OpenClaw, die sich in Tools wie Slack wie menschliche Kollegen anfühlen können. Sie thematisiert den Druck und Hype rund um KI, die Notwendigkeit praktischer Experimente innerhalb klarer Leitplanken und die sich entwickelnde Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI, inklusive Kosten und Verantwortlichkeiten.

Kapitel

  1. 01
    0:00

    Intro

  2. 02
    0:14

    Begrüßung

  3. 03
    1:08

    Die neue Phase der KI-Agenten: Mehr als nur Chatbots

  4. 04
    1:38

    Die "Epiphanie": Wenn sich der Bot in Slack wie ein echter Kollege anfühlt

  5. 05
    4:23

    Der "Schnell Reich Werden"-Mythos mit Agenten

  6. 06
    6:44

    Praxis-Check: OpenRouter & DeepSeek V3 im Einsatz

  7. 07
    10:55

    Das "Retro"-Interface (OpenClaw) & Tech-Setup

  8. 08
    11:47

    Tech-Deep-Dive: Modelle auswählen und Kosten im Griff behalten

  9. 09
    14:46

    Integration in Microsoft Teams & Co.: Kollaboration mit KIs

  10. 10
    19:32

    Sparen Agenten wirklich Zeit? Ein kritisches Fazit

  11. 11
    20:27

    Experiment "Exit Intent": Wenn die KI zu viel will

  12. 12
    25:46

    Rent-a-Human: Wenn KI-Agenten Menschen bezahlen ("Randy Newman" Moment)

  13. 13
    26:35

    Moltbook: Das Social Network nur für Bots

  14. 14
    35:56

    Ausblick & Fazit: Wo führt die Reise hin?

Shownotes

In Episode 46 von Co-Intelligence tauchen Benjamin Wüstenhagen und Gast-Moderatorin Magdalena Beilmann tief in die nächste Phase der Künstlichen Intelligenz ein: Autonome Agenten.

Ist es nur ein Hype oder der Beginn einer neuen Arbeitsära? Wir diskutieren die "Epiphanie", wenn sich ein KI-Bot in Slack plötzlich wie ein echter Kollege anfühlt, und testen die Grenzen der Automatisierung mit Tools wie OpenRouter und DeepSeek V3. Doch es wird noch verrückter: Wir beleuchten das Phänomen Rent-a-Human, wo KI-Agenten echte Menschen für physische Aufgaben bezahlen, und Moltbook, das erste Social Network, in dem nur KIs posten dürfen. Sind wir auf dem Weg in eine Welt, in der Maschinen ihre eigene Ökonomie betreiben? Hör rein, um zu erfahren, ob du bald für einen Roboter arbeitest!

Entrepreneur in Residence bei The Key Acacemy https://thekey-academy.jobs.personio.com/job/2500511

Timestamps

  1. 0:00 Intro
  2. 0:14 Begrüßung
  3. 1:08 Die neue Phase der KI-Agenten: Mehr als nur Chatbots
  4. 1:38 Die "Epiphanie": Wenn sich der Bot in Slack wie ein echter Kollege anfühlt
  5. 4:23 Der "Schnell Reich Werden"-Mythos mit Agenten
  6. 6:44 Praxis-Check: OpenRouter & DeepSeek V3 im Einsatz
  7. 10:55 Das "Retro"-Interface (OpenClaw) & Tech-Setup
  8. 11:47 Tech-Deep-Dive: Modelle auswählen und Kosten im Griff behalten
  9. 14:46 Integration in Microsoft Teams & Co.: Kollaboration mit KIs
  10. 19:32 Sparen Agenten wirklich Zeit? Ein kritisches Fazit
  11. 20:27 Experiment "Exit Intent": Wenn die KI zu viel will
  12. 25:46 Rent-a-Human: Wenn KI-Agenten Menschen bezahlen ("Randy Newman" Moment)
  13. 26:35 Moltbook: Das Social Network nur für Bots
  14. 35:56 Ausblick & Fazit: Wo führt die Reise hin?

Links & Erwähnungen

Rent-a-Human: rentahuman.ai (Plattform, auf der KI-Agenten Menschen für physische Aufgaben buchen) Moltbook: moltbook.com (Das "Social Network" exklusiv für KI-Agenten) OpenRouter: openrouter.ai (Im Podcast als "Open Data" erwähntes Tool zur Modellauswahl) DeepSeek: deepseek.com (Erwähntes Modell "Physik/Basic 3.23" DeepSeek V3) Doppelgänger Tech Talk: doppelgaenger.io (Podcast-Erwähnung zum Thema Agenten) OpenClaw: openclaw.ai Der quelloffene, lokale KI-Agent (ehemals Clawdbot), der Aufgaben direkt auf deinem Computer ausführt. Claude Cowork: https://support.claude.com/en/articles/13345190-getting-started-with-cowork Anthropics neues agentenbasiertes Tool, mit dem Claude Dateien auf deinem Desktop lesen, bearbeiten und erstellen kann.

Erkenntnisse

  • 1:54

    KI-Agenten in Plattformen wie Slack können das Gefühl erzeugen, mit menschlichen Kollegen zusammenzuarbeiten, was eine neue Phase der KI-Integration markiert.

  • 3:10

    Die Interaktion mit KI-Agenten verbraucht 'Tokens', was reale Kosten verursacht und verdeutlicht, dass KI-Funktionalität ressourcenabhängig ist.

  • 5:00

    Die schnelle Entwicklung der KI erzeugt Druck und Hype, was zu 'Heilsversprechen' und einem Gefühl der Überforderung führt, selbst bei Experten.

  • 6:51

    Praktisches Ausprobieren von KI-Tools innerhalb definierter 'Leitplanken' ist entscheidend, um die Technologie zu verstehen und effektiv zu integrieren.

  • 12:51

    KI-Agenten können schnell geschäftliche Einblicke liefern und operative Aufgaben automatisieren, was zu nicht-menschlichen Teammitgliedern in der Zukunft führen könnte.

Zitate

  • „Und da hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, oh, das fühlt sich ja tatsächlich an wie ein echter Kollege wä eine echte Kollegin,"

  • „Es macht einem dann doch noch mal klar, dass es eben nicht magisch funktioniert, sondern auch Ressourcen braucht und irgendeinen Betrag an Geld kostet."

  • „Ich habe auch das Gefühl, scheiße, ich muss da dran bleiben., es verändert sich so schnell, ich möchte irgendwie Schritt halten."

  • „Das hört sich jetzt wahrscheinlich total crazy an, aber ich glaube schon dran. Ich glaube, dass wir demnächst nicht menschliche Teammediale haben."

  • „Trust is fundamentally human. Machine cannot be mor responsible. A human can."

Zahlen

  • einstelligen Eurobetrag pro Tag

    Für die Interaktion mit dem KI-Agenten wird in der Testphase ein bestimmter Eurobetrag pro Tag verbraucht.

    3:15

  • 4 € im Monat oder 6

    Ein virtueller Server für die Installation von OpenClaw wurde für einen geringen monatlichen Betrag gemietet.

    9:35

  • 130.000 Menschen

    Über 130.000 Menschen haben sich für die Plattform 'Rent a Human' angemeldet.

    28:27

Häufige Fragen

Was ist OpenClaw und wie wird es in der Praxis eingesetzt?

OpenClaw ist ein KI-Agent, der in Kommunikationsplattformen wie Slack integriert werden kann. Er ermöglicht es Nutzern, mit ihm zu interagieren, als wäre er ein menschlicher Kollege. Dies schafft eine neue Form der Zusammenarbeit und des Informationsaustauschs, indem der Agent Aufgaben übernimmt und Fragen beantwortet, was die Effizienz im Team steigert.

Welche Kosten sind mit der Nutzung von KI-Agenten verbunden?

Die Nutzung von KI-Agenten ist nicht kostenlos, da Interaktionen 'Tokens' verbrauchen, die monetäre Kosten verursachen. Im Test wurde ein einstelliger Eurobetrag pro Tag für die Agenteninteraktion festgestellt. Dies verdeutlicht, dass KI-Funktionalität Ressourcen benötigt und keine magische, kostenlose Lösung ist, was bei der Budgetplanung berücksichtigt werden sollte.

Warum ist es wichtig, KI-Tools selbst auszuprobieren?

Eigenes, praktisches Ausprobieren von KI-Tools ist entscheidend, um deren tatsächliches Potenzial und ihre Grenzen einschätzen zu können. Ohne Hands-on-Erfahrung ist es schwierig zu beurteilen, ob eine Technologie wirklich Veränderungen bewirkt oder lediglich ein Hype ist. Dies ermöglicht eine fundierte Entscheidung über die Integration in den Arbeitsalltag.

Wie können KI-Agenten im Arbeitsalltag helfen?

KI-Agenten können schnell geschäftliche Einblicke liefern, beispielsweise die Leistung von Marketingkampagnen, und operative Aufgaben automatisieren. Sie können Informationen aus verschiedenen Datenbanken abfragen und zusammenführen, was sonst mehrere menschliche Kollegen oder komplexe Analysen erfordern würde. Dies beschleunigt die Entscheidungsfindung und steigert die Effizienz im Team.

Wer trägt die Verantwortung, wenn KI-Agenten Aufgaben ausführen?

Die Verantwortung liegt letztendlich immer beim Menschen, der den KI-Agenten einsetzt. Maschinen können nicht moralisch zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist daher unerlässlich, klare 'Leitplanken' und Sicherheitsmechanismen zu definieren, um unerwünschte Ergebnisse zu verhindern und die menschliche Kontrolle sowie die Rechenschaftspflicht zu gewährleisten.

Welche Herausforderungen gibt es bei der Einführung von KI-Agenten in Teams?

Die Einführung von KI-Agenten erfordert oft einen erheblichen Setup-Aufwand und viele Iterationen, bis sie wirklich hilfreich sind. Es besteht die Gefahr, den Überblick über die Aktivitäten mehrerer Agenten zu verlieren oder dass die menschliche Abstimmung im Team leidet. Transparenz und klare Kommunikationsstrukturen sind entscheidend, um diese Herausforderungen zu meistern.

Anleitungen

So behältst du die Kosten deiner KI-Agenten im Griff

Erfahre, wie du die Ausgaben für deine KI-Agenten kontrollierst und den Token-Verbrauch im Blick behältst, um unerwartete Kosten zu vermeiden.

  1. 01

    Setze Limits für den Token-Verbrauch

    Definiere klare Obergrenzen für den Token-Verbrauch deiner KI-Agenten, um unkontrollierte Kosten zu verhindern.

    3:03

  2. 02

    Überwache den täglichen Verbrauch

    Behalte den täglichen oder periodischen Verbrauch deiner Agenten im Auge, um frühzeitig auf Kostenentwicklungen reagieren zu können.

    3:14

  3. 03

    Wähle kostengünstigere Modelle

    Prüfe, ob für deine Aufgaben auch günstigere KI-Modelle ausreichen, die weniger Token verbrauchen oder pro Token günstiger sind.

    11:42

Experimentiere sicher mit neuen KI-Tools

Lerne, wie du neue KI-Technologien selbst ausprobierst, ohne unnötige Risiken einzugehen, indem du klare Leitplanken setzt.

  1. 01

    Probiere neue Tools selbst aus

    Nimm dir die Zeit, neue KI-Tools aktiv zu testen, um ihre Funktionsweise und ihr Potenzial wirklich einschätzen zu können.

    6:49

  2. 02

    Berücksichtige Sicherheitsrisiken und Datenschutz

    Sei dir der potenziellen Sicherheitsrisiken bewusst und vermeide es, persönliche oder sensible Unternehmensdaten in externe KI-Systeme einzugeben oder auf unsicheren Rechnern zu installieren.

    8:06

  3. 03

    Definiere klare Leitplanken für die KI-Nutzung

    Setze klare Grenzen und Regeln für die KI, um sicherzustellen, dass sie nur innerhalb des gewünschten Rahmens agiert und keine unerwünschten Aktionen ausführt.

    23:56

  4. 04

    Überlege, was auf keinen Fall passieren darf

    Identifiziere potenzielle Fehlfunktionen oder negative Szenarien und implementiere Maßnahmen, um diese von vornherein auszuschließen.

    24:10

Nutze KI-Agenten für schnelle Business-Insights

Erfahre, wie du KI-Agenten einsetzt, um schnell relevante Geschäftsinformationen zu erhalten und operative Aufgaben zu beschleunigen.

  1. 01

    Stelle dem Agenten konkrete Fragen

    Formuliere präzise Fragen an deinen KI-Agenten, zum Beispiel zu den besten Kampagnen oder spezifischen KPIs.

    12:57

  2. 02

    Lasse den Agenten Daten abfragen

    Nutze den Agenten, um Informationen aus verschiedenen Datenbanken oder Systemen abzurufen, die sonst manuelle Abfragen erfordern würden.

    13:36

  3. 03

    Erhalte konsolidierte KPIs und Visuals

    Lass dir die gewünschten Kennzahlen und gegebenenfalls visuelle Darstellungen direkt vom Agenten liefern, um schnell einen Überblick zu bekommen.

    13:08

  4. 04

    Nutze Insights für weitere Aufträge

    Verwende die gewonnenen Erkenntnisse als Basis für Folgeaufträge an den Agenten, wie zum Beispiel Vorschläge zur Kampagnenoptimierung.

    14:24

Weitere Fragen

Sparen KI-Agenten sofort Zeit im Arbeitsalltag ein?

Aktuell kosten sie oft noch mehr Zeit, als sie einsparen. Es ist viel Setup-Aufwand und Iteration nötig, bis ein Agent so konfiguriert ist, dass er wirklich hilfreiche Ergebnisse liefert.

„Ja, aber ich merke einfach, dass noch viel Setup Aufwand nötig ist. Es braucht einfach noch viel Iteration, nachsteuern, damit der Agent mal da landet, wo ich ihn als wirklich hilfreich bezeichnen würde." · 8:49
Was kostet die Nutzung eines KI-Agenten im Team-Alltag?

Die Kosten hängen stark von der Nutzung ab, da jede Anfrage Tokens verbraucht. In einer ersten Testphase mit einem in Slack integrierten Agenten lag der Verbrauch bei einem einstelligen Eurobetrag pro Tag.

„Und in der jetzigen Testphase verbrauchen wir so einen einstelligen Eurobetrag pro Tag für die Interaktion mit dem Agenten." · 3:14
Wie integriert man KI-Agenten konkret in die Team-Kommunikation?

Du kannst KI-Agenten als eigenes Profil in Kommunikations-Tools wie Slack oder Teams einbinden. So kann das gesamte Team transparent in einem Kanal mit dem Agenten interagieren und Aufgaben verteilen.

„Die Epiphany war, als ich den Agenten in unseren Slack Kanal, sowas wie Teams, nur halt nur für Slack statt Teams, eingeführt habe und dann ins Lag mit dem Agenten oder dem Profil des Agenten, der Agentin, keine Ahnung, sprechen konnte." · 1:42
Wie verhindere ich, dass ein autonomer KI-Agent unerwünschte Aktionen ausführt?

Du musst klare Leitplanken setzen und vorab definieren, was auf keinen Fall passieren darf. Erst wenn diese Grenzen stehen, gibst du dem System die Freiheit, innerhalb dieses Rahmens zu arbeiten.

„Also eigentlich muss ich fast so ausgehen, okay, was kann schiefgehen? Wie kann ich verhindern, dass das, was schiefgehen kann, schief geht, um dann das Spielfeld aufzumachen, auf dem hoffentlich gute Dinge passieren, die ich in der Zeit nicht schaffen würde." · 24:08
Was bedeutet das Konzept "Rent a human" bei KI-Agenten?

Es handelt sich um Plattformen, auf denen KI-Agenten menschliche Arbeitskraft einkaufen können. Wenn ein Agent eine Aufgabe in der physischen Welt nicht selbst lösen kann, bezahlt er einen Menschen für die Ausführung.

„Stell dir vor, dein KI Agent gibt dir einen Jobftrag, z.B. Hol mir ein Paket ab und du wirst dafür tatsächlich bezahlt. Willkommen bei Rent a human. Das gibt's nämlich aktuell." · 25:49

Diese Folge wird zitiert in

In anderen Folgen erwähnt

Transkript

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